2006-09-24

Hobby-Imkerei - ideale Unternehmer-Schulung

Von BienenRuedi @ 09:45 [ Default ]

Wer sich als Imker mit der Haltung von Honig-Bienen beschäftigt, ist automatisch mit allen Aspekten konfrontiert, welche für die erfolgreiche Führung eines Unternehmens erlernt werden müssen.

So sind Kenntnisse über das Leben der Bienen und deren Produkte unerlässlich. In Kursen für Aus- und Weiterbildung holt sich der künftige Imker das Rüstzeug für die artgerechte Betreuung seiner Bienen. Berufsimker wissen, dass bis zu Hälfte der aufgewendeten Zeit für die Vermarktung der Bienen-Produkte benötigt werden.

Aber auch der Hobby-Imker muss seine Arbeit bei der Bienenbetreuung gut organi-sieren. Jeder Eingriff bedeutet eine Störung des Bienenvolkes, deshalb gilt: Stören so wenig wie möglich und nur so viel wie notwendig! Deshalb ist die Arbeitsvorbe-reitung enorm wichtig. Ebenso die Bereitstellung der benötigten Geräte und Materialien  v o r   Beginn von Eingriffen. Empfohlen wird die stichwortatige, schriftliche Festhaltung der Arbeitsabläufe, oder aber die Benützung der erprobten Imker-Kartei "so wird's gemacht".

Aufzeichnungen über alle an den Bienen ausgeführten Arbeiten einerseits und die Ergebnisse von Nachkontrollen anderseits auf der Stockkarte sind unterlässlich. Nur so sehen zuverlässige Vergleichsmöglichkeiten für die Beurteilung von Gesundheit und Leistung der Bienenvölker zur Verfügung.

Wie in einem "richtigen" Unternehmen sind sich damit in verkleinerter Form sowohl Anfordungen, wie auch Vorgehen recht ähnlich. Beim einen wie beim andern kann nur Erfolg erwartet werden, wenn ein seriöser Aufbau beachtet wird.

 


2006-09-19

Auffütterung der Bienenvölker abgeschlossen?

Von BienenRuedi @ 18:49 [ Default ]

Nach einer alten Imker-Regel müsste bis zum Bettag die Auffütterung der Bienenvölker abgeschlossen sein. In vielen Gebieten aber hat sich die Tracht dermassen in die Länge gezogen, dass nicht nur die Varroa-Bekämpfungs, sondern auch die Auffütterung der Völker die Imker vor terminliche Entscheide stellten. Dazu die ungünstige und vorwiegend kühle Witterung im Aufgust - bereits laufen Meldungen ein, dass die Wirkung der eingesetzten Bekämpfungsmittel kaum optimal gewesen sein dürfte.

Darum schon jetzt an die Vorbereitungen für die Spätherbstbehandlung denken. Wir empfehlen, die Völker anfangs Oktober auf das Einengen vorzubereiten. Wir werden in einem späteren Blog darauf zurückkommen. Durch das "Kaltstellen" schränken die Völker die Bruttätigkeit rascher ein, tragen offenes Futter von den zum Entnehmen vorgesehenen Vorratswaben noch in die Nähe des Brutnestes, weil sich nun dort nach dem Schlüpfen der letzten Brut wieder Platz ergeben hat und die Vorratswaben können dann  v o r  der Spätherbstbehandlung bienenfrei den Völkern entnommen werden. Damit ist eine optimale Wirkung dieser wichtigen Bekämpfungsmassnahme gewährleistet.