Test mit CH-Halbhochwaben
Um im nächsten Frühjahr rechtzeitig begattete Königinnen für die Jungvolkbildung bereit zu haben, arbeiten wir seit Jahren mit der Api Queen Box. In einer Box werden vier Jungköniginnen auf ca. 6 CH-Halbwaben im Hochformat eingewintert. Leider haben sich dabei immer wieder Ausfälle von Königinnen, bzw. dieser Kleinvölker ergeben, da von diesen nicht genügend Futter über dem Wintersitz eingelagert werden konnte.
Wie bereits beschrieben, ist aufgrund dieser Erfahrungen eine Beta-Version der Api Queen Box kontruiert worden. Am Prinzip hat sich das Wabenmass geändert, denn in der neuen Box werden CH-Waben verwendet, die senkrecht halbiert werden. In der nachstehend abgebildeten Box können drei Völker einlogiert werden.
Bei der Konstruktion der Beta-Version stellte sich die Frage, ob die Bienen dieses neue, bis heute nicht erprobte Wabenmass "goutieren" würden und anschliessend müssen über den kommenden Winter weitere Erfahrungen gesammelt werden. Das nachstehende Bild zeigt das Test-Volk mit seinen sauber ausgebauten Waben, gereicht wurden lediglich Mittelwände zum Ausbauen. Von grossem Interesse ist die weitere Entwickloung und insbesondere die Auswinterung.

Bienenköniginnen auswechseln?
Anfangs September ist der günstige Zeitpunkt, um gleich am Start zu einem neuen Bienenjahr unbefriedigende oder überalterte Königinnen auszuwechseln. Bei den meisten Königinnen-Züchtern sind noch leistungsfähige Jungköniginnen zum Einsatz in den Wirtschaftsvölkern bereit.

Schon in den Begattungskästchen lässt sich ein Vergleich zwischen der Leistungsfähigkeit der einzelnen Jungköniginnen anstellen.
Wer es vorzieht, nicht direkt mit dem Begattungskästchen neu zu beweiseln, sperrt die alte Königin im Volk in einen Zusetzer mit hartem Verschluss. Nach 7 Tagen wird das Volk auf Nachschaffungszellen kontrolliert und diese gegebenenfalls aus-nahmslos ausgebrochen. Dann wird die Jungkönigin an der gleichen Stelle in einem Zusetzer mit weichem Verschluss gegeben. Nachkontrolle nicht zu früh!
Abräumen der Honigaufsätze?
Endlich ist er eingetroffen - der sehnlichst erwartete Regen und damit auch willkommene Abkühlung nach zahlreichen Hitzetagen. Nur die Bienen haben trotz der grossen Hitze Lust zum Arbeiten verspürt: Auch wenn die täglichen Zunahmen nicht sonderlich gewichtig waren, so hat sich in den Honigräumen doch einiges angesammelt.
Noch zuwarten mit abräumen? - Es ist kaum anzunehmen, dass nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage die Waldtracht nochmals einsetzen wird. Zudem haben Kontrollen ergeben, dass die Völker einmal mehr unter starkem Varroa-Milbendruck leiden. Das könnte bereits wieder für das kommende Jahr einen schlechten Start bedeuten, wenn die Völker nicht so bald als möglich von den Milben befreit werden, damit nicht schon wieder die Generation von Winterbienen geschädigt wird.